Die Unterlagen in der Sammlung des Archivs der Ermländischen Erzdiözese betreffen nicht nur kirchliche Institutionen, sondern auch Personen. Und es sind nicht nur Personalakten oder Urkundenbücher. Genealogisch Interessierten stehen auch andere Archivalien zur Verfügung, darunter Bruderschaftsbücher, in die Mitglieder der Bruderschaften eingetragen worden sind. Eines davon hat vor einigen Monaten Gerhard Glombiewski veröffentlicht - pensionierter Studiendirektor an einem Dortmunder Gymnasium.
Der Autor sammelt seit längerer Zeit Materialien zu Bertungs Geschichte. Er selbst wurde in Westdeutschland geboren, aber seine Vorfahren wohnten im Ermland. Sein Urgroßvater verstarb 1931 eben in Bertung. Auf der Suche nach dem ....    

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  • Rezension von Prof. J. Jasiński, Allensteiner Historiker, Allensteiner Ehrenbürger 2001 und ehemaliger Direktor des Kętryński-Instituts, Olsztyn

Es wurde eine interessante deutsche Monographie über die „Bruderschaft der Göttlichen Vorsehung von Gr. Bertung“ veröffentlicht. Ihr Verfasser ist Gerhard Glombiewski. Seine Familie entstammte dem polnischen Ermland. Der Urgroßvater starb 1931 in Gr. Bertung, die Großväter emigrierten nach Westfalen Ende des 19. Jahrhunderts, daher wurde der Verfasser (Jahrgang 1935) in Dortmund geboren und erzogen. Der Ausbildung nach ist er Geograph und Biologe und war Studiendirektor an einem Gymnasium in Dortmund; seit 1997 ist er im Ruhestand. Zu Beginn der 90er Jahre begann er sich für den Stammbaum seiner Familie zu interessieren, was ihn dann auch zur Geschichte von Gr. Bertung und des Umlands hinführte. Aus der Reihe seiner Veröffentlichungen ist vor allem das „Totenbuch“ der Kirchengemeinde Gr. Bertung über die Jahre 1868-1948 - vor zwei Jahren publiziert - zu erwähnen. ..

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  • Mein Aufsatz zur Bruderschaft im "Mitteilungsblatt des Historischen Vereins für Ermland"

Kirchliche Feste und Bräuche gehören zu den Traditionen im Ermland, die auch die schwierigen Zeiten des Zweiten Weltkrieges und die ersten beschwerlichen Jahre danach überdauert haben. Heute wächst das Bewusstsein eines verbindenden Erbes, gepaart mit einer zunehmenden Akzeptanz des Deutschen und der deutschen Sprache. Gedankenaustausche
und gemeinsame Projekte auf kirchlichem und kulturellem Terrain werden vermehrt durchgeführt.
Deutsche Historiker veröffentlichen ihre Arbeiten in polnischen Zeitschriften, polnische ihre Ergebnisse in den entsprechenden deutschen Zeitschriften, wie z.B. in der Zeitschrift
für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands (ZGAE). Mein Buch über die Bertunger Bruderschaft kann einen weiteren Weg der sinnvollen Zusammenarbeit aufzeigen.

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